18.02.2026
Unpolitischer Aschermittwoch
Klavierkabarett mit Herz und Verstand: Andreas Langsch begeistert in der Kathrin-Türks-Halle
Im Rahmen des unpolitischen Aschermittwochs der CDU Dinslaken in der Kathrin-Türks-Halle, erlebten die Besucherinnen und Besucher einen besonderen künstlerischen Höhepunkt: Andreas Langsch gab mit seinem Programm „Der Liebesalgorithmus“ sein Debüt in Dinslaken – und verwandelte den Abend in eine ebenso humorvolle wie tiefgründige Reise durch die moderne Gefühlswelt.
Was passiert, wenn ein studierter Musicalsänger, virtuoser Pianist und preisgekrönter Kabarettist in einer Person auftritt? Die Antwort lieferte Langsch eindrucksvoll selbst. Mit energiegeladener Bühnenpräsenz, musikalischer Raffinesse und feinsinniger Beobachtungsgabe nahm er sein Publikum mit in ein „Labor für Herz und Verstand“. Dabei verschmolzen Musik, Satire und emotionale Zwischentöne zu einer Liebeserklärung an das Leben – überraschend, mitreißend und alles andere als berechenbar.
Im Zentrum seines mehrfach ausgezeichneten Programms steht die (un)politischer Aschermittwoch der CDU Dinslaken
Frage, wie Liebe heute funktioniert – oder eben nicht. Zwischen Dating-Apps und digitalem Dauerrauschen, zwischen Selbstoptimierungsdruck und der Sehnsucht nach echter Nähe sezierte Langsch die großen und kleinen Rätsel moderner Beziehungen. Themen wie Generationenkonflikte, Diversität oder die Suche nach Sinn griff er mit subtilem, oft selbstironischem Humor auf. Seine Texte waren pointiert, aber nie verletzend; kritisch, aber stets menschlich.
Musikalisch überzeugte der Künstler mit eingängigen Melodien und einer beeindruckenden stimmlichen Bandbreite. Mal tanzend, mal singend, mal mit augenzwinkernden Wortspielen – Langsch verstand es, sein Publikum gleichermaßen zum Lachen, Nachdenken und Staunen zu bringen. Anspruchsvolle Satire traf auf den emotionalen Tiefgang eines Singer-Songwriters, verbunden durch sein virtuoses Klavierspiel.
Die Atmosphäre in der Halle war geprägt von heiterer Aufmerksamkeit und immer wieder aufbrandendem Applaus. Der Aschermittwoch zeigte sich damit von seiner kulturellen Seite: weniger politische Schärfe, dafür umso mehr Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Erleben.
Mit „Der Liebesalgorithmus“ gelang Andreas Langsch ein Debüt, das in Erinnerung bleibt – ein Abend, der Humor und Haltung verband und bewies, dass Kabarett nicht nur unterhalten, sondern auch verbinden kann.
In der Pause gab es leckere Erbsensuppe, um die sich die JU kümmerte.
Bericht und Foto: Lothar Herbst